Land-News

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Donnerstag, 27. August 2015

Manchmal (er)kenne ich den Namen eines Tieres, das neu zu uns kommt, in der ersten Sekunde. Ich sehe es an und weiß einfach, dieser Name muss es sein.
Manchmal dauert die Namensgebung eine Weile.
Die Gänse hießen zunächst gemeinschaftlich "Gänsi". Da sie sowieso nur im Dreierpack zu kriegen sind, reicht es nach wie vor, sie so zu rufen. Sofort lassen sie ein lautes Trompeten hören und kommen angelaufen. Trotzdem sollte jede einen eigenen Namen bekommen.
Vor einiger Zeit saßen wir zusammen auf der Wiese, ich betrachtete sie, wie sie Gras zupften und an meinen Schuhen herumschnäbelten. Die Älteste schaute mich an und ich fand, das ist völlig klar - Wilma.
Danach passierte lange gar nichts.
Am Sonntag habe ich im Auslauf einen Strauch beschnitten. Nichts ist interessanter für die Gänse als mitten drin zu stehen im Geschehen. Sie knabberten an den losen Zweigen und Ästen und tauschten sich darüber aus, ob ich das alles auch richtig mache. So könnte man ihr Verhalten und ihr lebhaftes Geschnatter zumindest interpretieren.
Die Schüchterne stellte sich direkt neben mich, Ich strich ihr über das Rückengefieder und sagte ganz automatisch "Na, Dottla". Das ist ein isländischer Name. Und für die vorwitzigste der drei war ebenfalls sofort darauf der Name klar. Sie heißt Merle.

Und falls jetzt jemand sagt "Die kann man doch gar nicht auseinanderhalten." Doch, man kann.

Schaut mal genau hin.


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