Land-News

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Sonntag, 1. November 2015

Die Kraniche ziehen wieder über den Hof.
Schon von Weitem höre ich den typischen Gesang, eine Art feines, melodisches Trompeten,
Manchmal fliegen sie so tief, dass man ihnen beinahe ins Auge gucken kann. Leider gibt es hier weder Gewässer noch Feuchtwiesen, die zum Rasten einladen würden.
So muss ich mich damit begnügen, ihrem Ruf zu lauschen und der V-Formation so lange nachzusehen, bis sie mit dem Horizont verschwimmt.



Gute Reise und kommt gesund zurück



Dieses Gedicht von Kurt Demmler habe ich dazu gefunden:


Die Kraniche fliegen im Keil,
so trotzen sie besser den Winden.
So teilen sie besser die Kräfte, weil
Die Stärkeren fliegen im vorderen Teil,
und die Schwachen, die fliegen hinten.

Und kommen die Kraniche an
Am Ziel ihrer Reise, dann haben
Die Stärkeren größere Arbeit getan
Und loben die Schwächeren hinten an,
die doch auch ihr Bestes gaben.

Dann essen die Kraniche Fisch
Soviel, wie die Mägen verlangen.
Die Stärkeren, die haben nicht mehr für den Tisch als
Die Schwachen vom guten, silbernen Fisch
In den Teichen am Ziel sich gefangen.

Laßt uns wie die Kraniche sein,
dass wir unser Möglichstes geben:
Die Starken in Groß und die Schwachen in Klein
Und trinken am Abend den gleich teu’ren Wein
Auf ein noch viel besseres Leben.
Kurt Demmler

 

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