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Donnerstag, 12. November 2015

Perlhühner

Bei uns leben neben den normalen Haushühnern auch vier Perlhühner. Zwei wildfarbene, ein lilafarbenes und ein chamoisfarbenes.

Kleine Rassekunde:

Perlhühner kommen ursprünglich aus Afrika. Dort leben sie je nach Art in den offenen Savannen und an Waldrändern, aber auch in dichter Bewaldung. Inzwischen sind Perlhühner in anderen Regionen der Erde anzutreffen. Aus der Haltung beim Menschen ausgebüchst, sind sie wieder verwildert und konnten sich an die neue Umgebung anpassen.
In Europa gibt es sie allerdings nicht freilebend. Unsere klimatischen - und Nahrungsbedingungen sind ungeeignet für sie.
Perlhühner leben in größeren Verbänden. Zur Brutzeit bilden sich Paare, die sich von den Gruppen separieren. Nach der Aufzucht finden sie wieder zusammen.

Bei uns bilden die beiden wildfarbenen und die beiden anderen feste Paare, die schon seit Jahren so zusammen leben. Gebrütet haben sie noch nie. Das ist nicht ungewöhnlich. Zuchttiere verlieren oftmals den natürlichen Bruttrieb. Ihre Eier sind klein und kegelförmig. Die Schale ist etwa doppelt so dick wie die von Hühnereiern. Sie lassen sich nur sehr schwer aufschlagen. Der Dotter ist sehr groß.  
Die Haltung ist unproblematisch. Perlhühner suchen sich ihr Futter weitestgehend selbst und sind robust. Sozusagen winterhart. Mit den Hühnern und Gänsen vertragen sie sich problemlos. Die Perlhähne sind sehr mutig und manchmal sogar frech. Dann gehen ihnen selbst die Gänse aus dem Weg.

Die meiste Zeit des Tages singen die Perlhühner leise mit ganz entzückenden Quietschlauten und Flötentönen. Aber wenn Gefahr droht, geben sie Alarm. Egal, was ich gerade mache, sobald dieser Ton auf dem Hof zu hören ist, lasse ich alles fallen und renne los. Gut, manchmal ist es nur ein fremder Hund, der gerade am Grundstück vorbei läuft. Aber oft genug ist es der Habicht, der Lust auf Hähnchen hat. Dieses Geschrei hat so manchem Huhn schon das Leben gerettet.
Und genau dafür halten wir sie auch. Sie sind die beste Alarmanlage, die man sich vorstellen kann.
Unmittelbare Nachbarn sollte man allerdings nicht haben. Es sei denn, sie sind geräuschunempfindlich oder taub.

Ich mag sie einfach, "die Perlchen".


Ein kleiner Eindruck von Alarm. Sie können noch viel lauter und vorallem länger. 

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