Land-News

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Mittwoch, 11. Januar 2017

Meine Güte, war ich lange nicht hier. Das Jahr ist unglaublich schnell vergangen. Ab jetzt werde ich wieder regelmäßig vom Landleben berichten.

Im letzten Jahr hatten wir viel Pech mit unserem Geflügel. Es fing damit an, dass aus den im Brutkasten bebrüteten Eiern nur drei von zehn Küken schlüpften. Einige Embryos waren in einem frühen Stadium abgestorben, andere komplett entwickelt und kurz vor dem Schlupf gestorben.
An den „technischen“ Parametern konnte es nicht gelegen haben. Die prüfe ich immer sorgfältig. 
Da hatte wohl die Natur ihre Hand im Spiel.
Dann setzte sich eine Glucke. Leider nicht meine beste, erfahrenste Bruthenne. Die hatte keine Lust. Vermutlich, weil sie schon wusste, dass 2016 kein gutes Kükenjahr würde. Ich gab der anderen Henne zehn Eier. Nach zwei Wochen Brutzeit verließ sie das Nest und war fertig mit dem Brüten. Hat man dafür Worte? Leider bemerkte ich ihre Unlust zu spät. Die Eier waren bereits kalt, alle Embryonen (acht Stück) tot.
Eine andere Glucke brütete dann doch noch vier Küken aus und führte sie vorbildlich.

Im Sommer - ein Schock. Am helllichten Tag fiel der Fuchs ein und tötete drei Hühner. Eins schleppte er weg, die anderen lagen im Auslauf, quasi als Vorrat. Da kommt man gutgelaunt vom Hundespaziergang und findet ein Massaker vor. Furchtbar!
Wir verstärkten den Zaun.
Eine Woche später kam der Fuchs wieder. Dieses Mal tötete er alle Perlhühner. Sie hatten so hervorragend gewächtert. Alle anderen Hühner saßen sicher im Stall. Aber sie selbst konnten sich nicht retten.
Daraufhin haben wir Elektrodraht gezogen und zum Glück war danach Ruhe. Ich habe ja Verständnis für den Fuchs. Er wird viele Junge gehabt haben und für ein Huhn muss er etwa dreißig Mäuse fangen. Doch bei dieser Maßlosigkeit hört mein Verständnis auf. Außerdem hat er unser Agreement gebrochen. Ich hatte ihm versprochen, er bekommt jedes Huhn, das wir nicht mehr essen möchten, weil zum Beispiel der Habicht dran war oder es zu alt war. Dafür lässt der Fuchs die Hühner in Ruhe. Ich habe meinen Teil der Abmachung eingehalten. Bis jetzt. 




Damit war aber noch nicht Schluss. Im Herbst kam der Habicht und tötete in drei Wochen drei der im Frühjahr geschlüpften Küken. Natürlich die Hennen. Aber ich will mich nicht beschweren. Die Hähne sind sehr schön anzusehen. Und viele Eier zu essen, soll ja auch ungesund sein.

Das einzige Highlight des Jahres  (zumindest was die Geflügelhaltung betrifft),  war der Kauf von vier Deutschen Langschaan. Diese Hühnerrasse gehört zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Sie sind sehr zutraulich, mutig, wunderschön und haben sich prächtig entwickelt. Mit ihnen werde ich in diesem Jahr weiterzüchten. 






Dieser Blog ist leider ziemlich blutrünstig geraten. Aber das Leben hier ist eben nicht nicht immer so wie in der Landlust.


Das Jahr endete passend -  mit der Stallpflicht wegen der Geflügelgrippe. Seit Mitte November hocken die armen Tiere nun im Stall. Ende offen. Doch über dieses (Aufreger)Thema berichte ich demnächst.

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