Land-News

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Donnerstag, 26. Januar 2017

Meine Ponys genießen zwar Winterpause. Aber ab und an reite ich sie oder mache Bodenarbeit, damit sie nicht einrosten und der Kopf beschäftigt wird. Ein Ausritt im Schnee gehört zu den schönsten Erlebnissen. 
Warme Kleidung ist ein Muss. Dafür habe ich einen dick wattierten Overall, in dem ich ein wenig aussehe wie ein Wombat, und dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg.
Die Ponys lieben Schnee und Kälte. Die eisklare Luft und der gefrorene Boden wecken möglicherweise Erinnerungen an die isländische Heimat in ihren.

Letzten Sonntag war das perfekte Wetter. Die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel und der Schnee glitzerte so stark, dass er uns blendete. 
Mit ihren stämmigen Beinen stapften die Stuten durch den Schnee und ihr dampfender Atem wehte mir und meiner Freundin entgegen.
Munter waren die beiden und wollten die Aufwärmphase im Schritt abkürzen. Da die Wege teils vereist waren, mussten wir sie bremsen. Sobald der Boden es zuließ, durften sie laufen. Sofort fielen sie, ganz nach Isländerart, in einen lockeren Tölt und wir schwebten förmlich durch die Winterlandschaft.
Der pudrige Schnee stob unter ihren Hufen auf und rieselte zurück auf den Boden. Tief atmete ich die frische Luft vermischt mit dem warmen Geruch des Pferdes ein. Die Stuten schnaubten entspannt.
Schritt und Tölt wechselten sich ab. Rehe kreuzten unseren Weg. In den Tannen krächzten Eichelhäher. 
Nach einer Stunde kamen wir zufrieden und entspannt wieder auf dem Hof an. 

Nirgendwo sonst bin ich so ruhig und ausgeglichen wie im Umgang mit meinen Pferden.
Beim Reiten lösen sich Nacken – und sonstige Verspannungen in Nichts auf. 

Wenn das Wetter hält, sind wir nächsten Sonntag wieder draußen.



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